Künstliche Intelligenz – Hype oder verlässlicher Trend?

KI ist zurzeit in aller Munde. Auf den großen IT-Messen wie CES, CEBIT oder auch Mobile World Congress stellen Hersteller eine Technologielösung nach der anderen vor, die über eine künstliche Intelligenz verfügt. Dabei ist die Vorstellung von intelligenten Maschinen nicht neu: Schon seit den 1950er-Jahren  wird an Technologien erforscht, die menschliches Denken simulieren und maschinelles Lernen ermöglichen.

Zu Beginn stellten sich die Wissenschaftler die zentrale Frage, wie ein Mensch Dinge lernt und versteht, um dann im zweiten Schritt diese Prozesse auf Maschinen zu übertragen. Ein Beispiel, das diese Zielsetzung gut veranschaulicht, ist ein Computer, der dazu befähigt ist, seine eigene Spielstrategie zu entwickeln. Die größten Schach- und Gomeister der Welt werden heute von der KI geschlagen – die Dominanz der Maschine dabei ist beeindruckend.

Bis zu den 2000er Jahren wurden raffinierte Technologien rund um KI weiterentwickelt, die heute in unterschiedlichsten Einsatzbereichen der Industrie und Medizin erfolgreich zum Einsatz kommen. Doch für die breite Masse blieben diese Meilensteine weitgehend unbewusst. Und wie konnte sich KI in den letzten Jahren endlich durchsetzen? Zum einen haben die Rechenleistung und das Speicherkapazität unserer Computer und elektronischen Geräte stetig zugenommen und sind inzwischen kostengünstig verfügbar. Zum anderen ist durch die schnelle Digitalisierung unserer Gesellschaft und daraus entstehenden Gebrauch von Smartphones, Tablets & Co. eine immer größere Menge an Daten vorhanden – eine perfekte Grundlage für den Einsatz von KI.  Dank einer umfassenden Datenanalyse, zu der nur ein Hochleistungscomputer in der Lage ist, werden wir schon bald autonom fahrende Autos auf unseren Straßen sehen, unsere alltägliche Terminplanung von Maschinen durchführen und uns im Dienstleistungssektor von Chatbots beraten lassen. Zunehmend werden auch Prozesse entstehen, bei denen menschliche Intelligenz gar nicht mehr von Nöten ist, die Problemlösung erfolgt von Maschine zu Maschine (M2M).

Um die anfangs gestellte Frage zu beantworten: Ja, künstliche Intelligenz ist hierzu bleiben. Sie wird in den kommenden Jahren weiterhin Fahrt nehmen und einen festen Platz in unserer Gesellschaft einnehmen.

Zusammenspiel von KI und IoT

Während KI mit großer Begeisterung vom Markt angenommen wird, bleibt der Begriff Internet of Things noch für viele wage. Dabei wird IoT von dem Siegeszug der künstlichen Intelligenz stark profitieren. Denn für die Vernetzung von Produkten spielen Daten eine unerhebliche Rolle: Hersteller müssen Nutzerdaten erheben und analysieren, um zu verstehen, wie ihre vernetzten Produkte eingesetzt werden und wo es noch Optimierungsbedarf gibt. Je besser die Datenauswertung funktioniert, umso ausgereifter werden die angebotenen IoT-Geräte sein, was wiederum zu einer höheren Marktakzeptanz führen wird. Nur mit Hilfe von KI können wahrlich smarte IoT-Produkte mit einem Mehrwert für den Nutzer entwickelt werden.

Praxisbeispiel: Vernetzte Fahrzeuge

Es gibt inzwischen zahlreiche Beispiele aus der Praxis, wie KI IoT-Produkte intelligent macht. Vor einiger Zeit stellte ich die Kooperation von TeamViewer und HP vor, die auf vernetzte Fahrzeuge setzt. Ohne den Einsatz künstlicher Intelligenz könnten die Nutzer nicht den vollen Nutzen aus diesen Fahrzeugen ziehen. Die Datenerhebung und -analyse schränkt sich nicht nur auf die technischen Beschaffenheiten des Fahrzeugs und das maschinell gelernte Nutzerverhalten ein, sondern auch Daten zur Verkehrslage, Geschwindigkeitsbeschränkungen oder Wetterverhältnissen werden mit einbezogen. Hier gehen IoT und KI eng Hand in Hand, um ein optimales Fahrerlebnis zu ermöglichen.

 


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